Buchhandlung Kisch & Co.


Oranienstraße 25

Kisch & Co.

Oranienstraße

Buchhandlung Kisch & Co. in der Oranienstraße

 Eine bedrohte Buchhandlung


Als gebürtiger Kreuzberger interessiert es mich natürlich sehr, was in meinem ehem. Umfeld - ich bin aufgewachsen in den Altbauten am Planufer – so passiert. Das Kottbusser Tor war nicht weit und schon früh dehnten sich meine „Expeditionen“ auch in die Oranienstraße hinein aus.  


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Die Gegend war damals noch von anderen Geschäften geprägt als heute. Geblieben sind hingegen Lokale wie „Max und Moritz“ oder „Kuchenkaiser“. Buchläden allerdings waren dort Mangelware – mal abgesehen von der Literatur des „Elefantenpress – Verlags“. So ging denn mein Weg in Sachen Buchkauf auch eher in die Fichtestraße zur "Ludwig Wilde Buchhandlung“. Umso erfreulicher, dass sich dies nach der Wende bald änderte. So besteht die von Thorsten Willenbrock gegründete und bis heute betriebene Buchhandlung „Kisch & Co.“ nun schon seit 24 Jahren in der Oranienstraße. Doch der Berliner Immobilienmarkt ist in Bewegung.  Und so wechselte auch der unter Denkmalschutz stehende, 1910 vom Architekten Reinhold Nitzsche geplante und vom Baugeschäft A. Winkler ausgeführte Gewerbehof Oranienstraße 25 den Besitzer. 

 

Der Blick in die Buchhandlung

| Ein Blick in die Buchhandlung. Für mich von besonderem Interesse: Der vordere Tisch rechts mit der Berlin-Literatur...

 


Unterstützung für die Buchhandlung

| Die Unterstützung ist groß: Auch im Nachbarschaufenster hängt ein Transparent zu Gunsten der Buchhandlung.

 

Für die Buchhandlung eine angesichts der Mietspreisforderungen und der anschließenden Kündigung des neuen Eigentümers verhängnisvolle Entwicklung. Der weitere Verlauf ist bekannt und beschäftigt Politik, Anwohner und Gewerbetreibende bereits seit Monaten.

 

Es wäre schade, wenn die Oranienstraße mit „Kisch & Co.“ eine wunderbare Buchhandlung verlieren würde, die mit ihrem ausgewählten Sortiment an Kunstbüchern, Belletristik und Sachbüchern sich bei ihrer Kundschaften großer Beliebtheit erfreut. Doch am 22. April 2021 fällte das Berliner Landgericht das Urteil: Die Buchhandlung muss auf Antrag des Investors "Victoria Immo Properties V S.a.r.l." das Gebäude räumen.