Der Umsteiger. Teil 4


Entwicklung der Bautzener Straße

Bezirkskarte Tempelhof-Schöneberg

Der Umsteiger

Geschichte eines Gaststättengebäudes
Teil 4

Vierter Teil. Inhalt und Kapitelübersicht
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Yorck15

15 | Yorck- und Bautzener Straße

Auch die Entwicklung des sich rechts an die Bahnbrücke anschließenden, bis über die Bautzener Straße hinaus reichenden Grundstücks lässt sich weit zurückverfolgen. Auf Teilen des Areals wird später der Gewerbe- und Wohnungskomplexes "Neu-Schöneberg" errichtet.

 

Entsprechend der hohen Bautätigkeit im Berlin der Kaiserzeit waren die ersten Pächter auf dem sich fast bis zur heutigen Katzlerstraße erstreckenden Geländes Tischler- und Maurerbetriebe, die hier ihre Lagerplätze unterhielten. Aber auch Ackerflächen finden sich 1886 noch, welche der Schöneberger Familie Bergemann gehörten. Die Familie Bergemann gehörte zu den größten Grundstückseigentümern der damals selbstständigen Stadtgemeinde Schöneberg.

 

Den Holz- und Lagerplätzen sowie den verbliebenen Ackerflächen ist 1886 jedoch kein langes Leben mehr beschieden. Auf den Lageplänen finden sich bereits Einträge für eine projektierte "Straße Nr. 20a" - die spätere Bautzener Straße.  Diese Straße bereitet der Bebauung des Grundstücks mit Wohnhäusern ihren Weg.

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Lage- und Bauplan, 1886. Das Gelände rechts des Bahndammes auf einem Bauantrag des Ratszimmermeisters A. Tezlaff. Die projektierte "Straße 20a" kurz vor dem Bahndamm ist die künftige Bautzener Straße.

| Lage- und Bauplan, 1886. Das Gelände rechts des Bahndammes auf einem Bauantrag des Ratszimmermeisters A. Tezlaff. Die projektierte "Straße 20a" kurz vor dem Bahndamm ist die künftige Bautzener Straße. Die zum Teil noch landwirtschaftlich genutzten Grundstücke jenseits der "Straße 20a" werden später einmal mit Wohnhäusern bebaut.


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Lageplan, 1888. Rechts der beiden Eisenbahnbrücken der Dresdner Bahn schloss sich ein bis über die heutige Bautzener Straße hinaus reichendes Grundstück an, das einst Wilhelm Bolte und später den "Bergemannschen Erben" gehörte.

| Lageplan, 1888. Rechts der beiden Eisenbahnbrücken der Dresdner Bahn schloss sich ein bis über die heutige Bautzener Straße hinaus reichendes Grundstück an, das einst Wilhelm Bolte und später den "Bergemannschen Erben" gehörte. Auf Grund der Nähe zur Bahn hatten sich hier eine Reihe von holzverarbeitenden Firmen und Steinmetzbetrieben niedergelassen.

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Kurz vor der Ecke zur Bautzener Straße, unmittelbar neben den Wiederlagern der beiden Bahnbrücken der Dresdner Bahn, hatte die "Friedrich Koeppler & Co. KG" ihr Büro in einem 1957 wiederhergestellten Gebäude mit massiven Gittern an Fenstern und Türen.

| Kurz vor der Ecke zur Bautzener Straße, unmittelbar neben den Wiederlagern der beiden Bahnbrücken der Dresdner Bahn, hatte die "Friedrich Koeppler & Co. KG" ihr Büro in einem 1957 wiederhergestellten Gebäude mit massiven Gittern an Fenstern und Türen. 1965 ließ das Unternehmen einen Erweiterungsbau an der Ecke zur Yorckstraße errichten. 


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Planzeichnung zur Wiederherstellung eines Bürogebäudes vom 4. Februar 1957 an der Ecke Yorckstraße und Bautzener Straße.

| Planzeichnung zur Wiederherstellung eines Bürogebäudes vom 4. Februar 1957. Die Firma Friedrich Koeppler & Co. KG ließ an der Ecke zur Bautzener Straße auf dem von ihr gepachteten Eisenbahnareal durch das Baugeschäft Korte & Werdin aus der Feurigstraße 45 einen Plan zur Wiederherstellung eines Bürogebäudes anfertigen und nach der am 25. Februar 1957 erfolgten Genehmigung ausführen. 

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Die beiden Bürogebäude kurz vor dem Abbruch. Hinter dem Gittertor der Zufahrt zur Ladestraße der ältere Büroteil, davor der Neubau aus den 1960er Jahren.

| Die beiden Bürogebäude kurz vor dem Abbruch. Hinter dem Gittertor der Zufahrt zur Ladestraße der ältere Büroteil, davor der Neubau aus den 1960er Jahren. Von den ehemals zwei Brücken der Dresdner Bahn, welche die Verbindung zum auf der anderen Seite der Yorckstraße gelegenen Güterbahnhof der Dresdner Bahn (heute Standort eines Baumarktes) und der entlang der Bautzener Straße verlaufenden Ladestraße herstellten, blieb nur noch eine erhalten, die denkmalgerecht saniert wurde.


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1938 wurde für den nach dem Krieg als Kranverleihunternehmen bekannt gewordenen damaligen Kfz - Reparaturbetrieb "Ludwig Zitko" ein Lageplan für den Lagerplatz 112c erstellt.

| 1938 wurde für den nach dem Krieg als Kranverleihunternehmen bekannt gewordenen damaligen Kfz - Reparaturbetrieb "Ludwig Zitko" ein Lageplan für den Lagerplatz 112c erstellt. Dieser gibt Auskunft über die auf dem Bahngelände im Bereich der Bautzener Straße ansässigen Betriebe. 

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Blick von der Bautzener Straße in Richtung Yorckstraße. Unmittelbar vor dem höher gelegenen, von einer Mauer gesicherten Bahndamm steht am Zufahrtstor zur Yorckstraße noch das ehem. Bürogebäude der Fa. Friedrich Koeppler & Co. KG.

| Blick von der Bautzener Straße in Richtung Yorckstraße. Unmittelbar vor dem höher gelegenen, von einer Mauer gesicherten Bahndamm steht am Zufahrtstor zur Yorckstraße noch das ehem. Bürogebäude der Fa. Friedrich Koeppler & Co. KG. Im Hintergrund ist auf dem Bahndamm noch das alte "Contorgebäude" zu sehen, das dem Generalpächter Mühlenhaupt über viele Jahre als Wohnung diente.


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inks verläuft die Bautzener Straße, ganz im Hintergrund ist der Baumarkt an der Yorckstraße zu erkennen. Vorn verläuft nach rechts die asphaltierte Zufahrtsstraße von der Bautzener Straße zum Schuppengelände.

| Links verläuft die Bautzener Straße, ganz im Hintergrund ist der Baumarkt an der Yorckstraße zu erkennen. Vorn verläuft nach rechts die asphaltierte Zufahrtsstraße von der Bautzener Straße zum Schuppengelände.

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Die zwischen den einzelnen Schuppen entlanglaufende Zufahrtsstraße in Richtung der Yorckstraße. Ein Teil dieser Schuppen war zum Zeitpunkt meiner Aufnahme bereits abgebrochen.

| Die zwischen den einzelnen Schuppen entlanglaufende Zufahrtsstraße in Richtung der Yorckstraße. Ein Teil dieser Schuppen war zum Zeitpunkt meiner Aufnahme bereits abgebrochen. Im Hintergrund setzt ein Bagger die Arbeit fort.


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Die international tätige Spedition Sebastian Boser ließ 1956 durch den Zimmermeister und Architekten Max Fritsch aus der Steglitzer Adolfstraße ihren Lagerschuppen auf dem Lagerplatz 118-119 an der Bautzner Straße erweitern.

| Die international tätige Spedition Sebastian Boser ließ 1956 durch den Zimmermeister und Architekten Max Fritsch aus der Steglitzer Adolfstraße ihren Lagerschuppen auf dem Lagerplatz 118-119 an der Bautzner Straße erweitern. 

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Genehmigungszeichnung für den Anbau eines Kesselhauses an den vorhandenen Schuppen der Firma Sebastian Boser GmbH vom Oktober 1942.

| Genehmigungszeichnung für den Anbau eines Kesselhauses an den vorhandenen Schuppen der Firma Sebastian Boser GmbH vom Oktober 1942.


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Blick von der in diesem Bereich höherliegenden Bautzener Straße auf das Bahngelände. Der Kesselhausanbau mit seinem beachtlichen Kamin während des Abbruchs.

| Blick von der in diesem Bereich höherliegenden Bautzener Straße auf das Bahngelände. Der Kesselhausanbau mit seinem beachtlichen Kamin während des Abbruchs. Vorn verläuft parallel zur Bautzener Straße ein Geh- und Radweg, dahinter Reste der ehem. Anschlussgleise. Im Hintergrund rechts markieren die roten Bauten das Quartier "Am Lokdepot" der mir gleichfalls bekannten UTB. Zuvor befand sich auf dem Gelände der Neubauten das namensgebende Bahnbetriebswerks der Dresdner Bahn mit seinem Halbringschuppen. Die Triebwagenhallen des BW blieben indes bestehen und dienen dem Deutschen Technikmuseums als Depot für seine Kommunalverkehrssammlung. 

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Ein Teil des dem Heizhaus folgenden Nachbargebäudes hat durch die Abbrucharbeiten schon seine Außenwände verloren.

| Ein Teil des dem Heizhaus folgenden Nachbargebäudes hat durch die Abbrucharbeiten schon seine Außenwände verloren. 


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Das im Bau befindliche, im rechten Winkel um das ehem. Restaurantgebäude und den Bahnhof  Yorckstraße herumgeführte Gewerbegebäude des Quartiers "Neu-Schöneberg".

| Das im Bau befindliche, im rechten Winkel um das ehem. Restaurantgebäude und den Bahnhof  Yorckstraße herumgeführte Gewerbegebäude des Quartiers "Neu-Schöneberg". Unmittelbar neben dem Restaurantgebäude entsteht eine Tiefgaragenzufahrt mit Durchgang zum künftigen "Rewe" - Supermarkt in der Bautzener Straße. Für einen eher humoristischen Aspekt sorgten die Arbeiter der bauausführenden Firma mit ihrer kopflosen Figur am Lastenaufzug....

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16 | Das Quartier "Neu Schöneberg"

Unmittelbar hinter dem Restaurantgebäude entlang der Bautzener Straße hatten verschiedene Firmen Grundstücke von der Berlin - Dresdner - Eisenbahngesellschaft Grundstücke gepachtet, auf denen im Laufe der Zeit Lagerplätze, Werkhallen und z. T. auch einfache Schuppen eingerichtet wurden. Die Pachtgrundstücke waren preiswert, zudem konnte der An- und Abtransport der Materialien bequem mit der Eisenbahn über die vom Güterbahnhof der Dresdner Bahn (auf dem Gelände des heutigen Baumarktes) kommenden Anschlussgleise erfolgen, für die eigens mehrere Brücken über die Yorckstraße errichtet worden waren. 

 

Wurden diese immer wieder um- und ausgebauten Magazin- und Lagerschuppen auch bis über die Wende hinaus noch genutzt, so glichen sie doch eher notdürftig geflickten Ruinen. Angesichts des stetig steigenden Wohnungsbedarfs und des hierdurch zunehmend knapper werdenden innerstädtischen Baulands war abzusehen, dass der Fortbestand der Schuppenlandschaft entlang der Bautzener Straße nicht mehr von langer Dauer sein konnte. 


Mit dem Auslaufen der von der Deutsche Bahn als Rechtsnachfolgerin der DDR - Reichsbahn übernommenen Pachtverträge und dem Verkauf des Areals mussten die von den Firmen gepachteten Grundstücke aufgegeben und geräumt werden. Dies betraf auch die Liegenschaften des damaligen Generalpächters Mühlenhaupt, zu dessen Pachtland neben dem "Contorgebäude" auch der Imbiss an der Yorckstraße sowie das Gaststättengebäude gehörten

 

Im Auftrag der "Dr. Wolfgang Schroeder Immobilien GmbH und Co. KG" als nunmehriger Grundstückseigentümer entstanden in den Jahren 2015 - 2019 nach Plänen des Projektentwicklers "HamburgTeam" und des Architekten Oliver Collignon entlang der Bautzner Straße sieben Einzelgebäude mit rund 300 Mietwohnungen und Gewerberäumen. Den Abschluss dieser Wohnanlage bildet ein Gewerbeblock, der sich von der Yorckstraße aus l-förmig um das ehem. Gaststättengebäude entwickelt. Mieter des Gewerbeblocks sind neben einem Fitnessstudio auch ein kleines Café mit dem Namen "New York".  

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Das im Bau befindliche, im rechten Winkel um das ehem. Restaurantgebäude und den Bahnhof  Yorckstraße herumgeführte Gewerbegebäude des Quartiers "Neu-Schöneberg".

| Das Restaurantgebäude im Juli 2024. Das Quartier "Neu - Schöneberg" ist längst fertiggestellt. In dem den Abschluss des Quartiers bildenden Gewerbegebäude ist ein sich über mehrere Etagen erstreckendes Fitness - Studio eingezogen.


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Blick in das an der Ecke Yorck- und Bautzener Straße befindliche Café "New Yorck".

| Blick in das an der Ecke Yorck- und Bautzener Straße befindliche Café "New Yorck". Während meiner Fotoarbeit habe ich das Café häufig besucht - es ist eine Empfehlung wert. 

Mag auch der Übergang vom in der Stilistik der Märkischen Backsteingotik gehaltenen ehem. Restaurantgebäude zu den neuen Baublöcken ein wenig hart erscheinen, so lässt sich doch sagen, dass an der Bautzener Straße die lockere Aufteilung der in Einzelblöcke aufgelösten Wohnhäuser mit ihren zahlreichen Freiflächen und einer an die gegenüberliegenden Altbauten angepassten Traufhöhe als gelungen zu bezeichnen ist.

 

Für die Mieter vorteilhaft ist neben der gut durchdachten und architektonisch ansprechenden Planung und Ausführung auch das energetische Konzept der Wohnanlage, welche u. a. die Abwärme einer Abwasserleitung nutzt. Geheizt werden muss so nur bei extremen Wetterlagen.


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Auch am Abend noch gut besucht - das Café "New Yorck" an der Yorckstraße.

| Auch am Abend noch gut besucht - das Café "New Yorck". Besser als zu Haus in der Studentenbude: bei der Arbeit mit dem Notebook auch noch mit einem guten Snack und einem Drink verwöhnt werden...

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Das Café "New Yorck" ist modern, originell und vor allem gemütlich eingerichtet. Snacks und kleine Menüs lassen keine Wünsche offen.

| Das Café "New Yorck" ist modern, originell und vor allem gemütlich eingerichtet. Snacks und kleine Menüs lassen keine Wünsche offen. 


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Vorbei die Zeit der Güterschuppenlandschaft am Bahnhof Yorckstraße. Zwischen den Wohnhäusern an der Bautzener Straßer und der S-Bahn verläuft der Fußgänger- und Fahrradfernweg zwischen den Stadtteilen Kreuzberg und Schöneberg.

| Vorbei die Zeit der Güterschuppenlandschaft am Bahnhof Yorckstraße. Zwischen den Wohnhäusern an der Bautzener Straßer und der S-Bahn verläuft der Fußgänger- und Fahrradfernweg zwischen den Stadtteilen Kreuzberg und Schöneberg. 

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Der Fußgänger und Fahrradfernweg zwischen S-Bahn und den Wohnblöcken des Quartiers "Neu-Schöneberg", die sich an Stelle der alten Güterschuppen erheben. Links im Hintergrund sind die roten Wohnhäuser des Quartiers "Am Lokschuppen" der UTB zu sehen.

| Der Fußgänger und Fahrradfernweg zwischen S-Bahn und den Wohnblöcken des Quartiers "Neu-Schöneberg", die sich an Stelle der alten Güterschuppen erheben. Links im Hintergrund sind die roten Wohnhäuser des Quartiers "Am Lokschuppen" der UTB zu sehen. 


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Der REWE - Supermarkt an der Bautzener Straße ist auch für Fußgänger von der Yorckstraße über die Tiefgarageneinfahrt bequem zu erreichen.

| Nicht nur reines Wohnen, sondern auch auf eine bequeme Nahversorgung wurde bei der Errichtung der Wohneinheiten Wert gelegt. Der REWE - Supermarkt an der Bautzener Straße ist auch für Fußgänger von der Yorckstraße über die Tiefgarageneinfahrt bequem zu erreichen. 

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as Dach des Rewe - Supermarktes ist begrünt und vom höher liegenden Rad- und Fußgängerweg aus erreichbar.

| Das Dach des Rewe - Supermarktes ist begrünt und vom höher liegenden Rad- und Fußgängerweg aus erreichbar.


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Durch die großen Platanen bietet die Bautzener Straße insbesondere im Sommer einen gefälligen Anblick mit hohem Wohnwert.

| Durch die großen Platanen bietet die Bautzener Straße insbesondere im Sommer einen gefälligen Anblick mit hohem Wohnwert.

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Die Sichtachse von der Großgörschenstraße in Richtung des tieferliegenden Bahngeländes wurde offengehalten.

| Die Sichtachse von der Großgörschenstraße in Richtung des tieferliegenden Bahngeländes wurde offengehalten. 


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Durch die Offenhaltung der Sichtachse von der Großgörschenstraße ergibt sich ein gefälliger Übergang der Bestandsbebauung zu den Neubauten des Quartiers "Neu Schöneberg.

| Durch die Offenhaltung der Sichtachse von der Großgörschenstraße ergibt sich ein gefälliger Übergang der Bestandsbebauung zu den Neubauten des Quartiers "Neu Schöneberg, zu dem sicher auch die alten Gaslaternen beitragen.

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Zudem befinden sich in dem Bereich der verlängerten Großgörschenstraße auch einige Gewerberäume, zu denen etwa das Bauingenieurbüro BNB gehört.

| Zudem befinden sich in dem Bereich der verlängerten Großgörschenstraße auch einige Gewerberäume, zu denen etwa das Bauingenieurbüro BNB gehört.


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Bei der Planung wurde Wert auf ein möglichst abwechslungsreiches Gestaltung der Blöcke gelegt.

| Bei der Planung wurde Wert auf ein möglichst abwechslungsreiches Gestaltung der Blöcke gelegt. 

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Nicht nur für die Nahversorgung im Detail sind kleinere Gewerbeeinheiten wie dieser "Kiez-Kiosk" wichtig.

| Nicht nur für die Nahversorgung im Detail sind kleinere Gewerbeeinheiten wie dieser "Kiez-Kiosk" wichtig. Sie laden auch dazu ein bei einem Glas Bier oder Wein mit seinem Umfeld ins Gespräch zu kommen. Zudem bieten sie Serviceleistungen wie etwa Postdienste an. 


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17 | Der etwas andere Blick - das Quartier von oben

Wer heute die Yorckstraße entlangläuft, hat eine Perspektive, die kaum mehr mit dem der Erbauungszeit übereinstimmt. Denn weitflächige Parkanlagen bestimmen, von der weiterhin aktiven S-Bahn und einer Neubautrasse vom und zum Nord-Süd Fernbahntunnel einmal abgesehen, heute das Bild. Die historischen Brücken dienen nunmehr allein der Verbindung der durch die Yorckstraße getrennten Grünflächen. 

 

Doch wer das Quartier von oben betrachtet, der mag erahnen wie es einst war, als die Bahn das gesamte Areal für sich beanspruchte. Von jener Zeit künden heute an der Yorckstraße nur noch wenige Gebäuderelikte, zu denen das alte Gaststättengebäude und der in seinem Äußeren erheblich veränderte Bahnhof Yorckstraße gehören. Zwei miteinander in enger Beziehung stehende Gebäude, deren Geschichte Sie nun kennen... 

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Der Blick von oben auf das ehem. Restaurantgebäude (vorn) und dem Empfangsgebäude des S-Bahnhofs Yorckstraße.

| Der Blick von oben auf das ehem. Restaurantgebäude (vorn) und dem Empfangsgebäude des S-Bahnhofs Yorckstraße. Das einst hohe Ziegeldach wurde hier irgendwann durch ein einfaches, nach hinten abfallendes Pultdach aus Dachpappe ersetzt.


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Die denkmalgerecht sanierte "Brücke Nr. 5" der Dresdner Bahn dient nach einem Umbau der alten Wiederlager nun als Rad- und Fußgängerweg der übergeordneten Verbindung der Stadtteile Schöneberg und Kreuzberg.

| Die denkmalgerecht sanierte "Brücke Nr. 5" der Dresdner Bahn dient nach einem Umbau der alten Wiederlager nun als Rad- und Fußgängerweg der übergeordneten Verbindung der Stadtteile Schöneberg und Kreuzberg. Die Strecke verläuft dabei über das Dach des Havelland - Biomarktes nach vorn in Richtung des ehem. Gaststättengebäudes, um dann nach rechts abzubiegen und längs der Gleise in Richtung Schöneberg weiterzuführen. Links der "Hellweg" Baumarkt, dessen Eigentümerfamilie auch im Projekt "Neu-Schöneberg" engagiert ist. Der Kirchturm im Hintergrund des Baumarktes gehört zur Lutherkirche am Dennewitzplatz. Das Gebüsch hinter dem U-Bahnzugang markiert übrigens die Stelle, an der ein neues Zugangsgebäude zum S-Bahnhof Yorckstraße und der künftigen, unterirdisch verlaufenden S21 entstehen soll. Nach dieser Planung bleibt das alte Empfangsgebäude der S-Bahn erhalten.

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Der Blick geht ein wenig weiter nach rechts. Vorne an der Yorckstraße ist noch ein Stück des Biomarktes sowie der U-Bahnzugang zu sehen.

| Der Blick geht ein wenig weiter nach rechts. Vorne an der Yorckstraße ist noch ein Stück des Biomarktes sowie der U-Bahnzugang zu sehen. Es folgt eine heute nicht mehr befahrene Eisenbahnbrücke, deren Gleis einst zum Güterschuppen der Fa. Albert Mann führte. Daneben das S-Bahngleis der S2 / S25 in Richtung Umland. Das hölzerne Bauwerk ist der provisorische Übergang vom Bahnsteig zur anderen Straßenseite. Das kleine Häuschen davor ist ein Splitterschutzbunker aus dem letzten Krieg. Im Hintergrund die Hochhausbebauung am Potsdamer Platz. Der schwarz glänzende Wasserturm gehört zum Deutschen Technikmuseum. Rechts der Fernsehturm am Alexanderplatz. Der Kran am rechten Bildrand gehört zur Baustelle des ehem. Postscheckamtes am Halleschen Ufer, dessen Hochhaustrakt derzeit für Wohnungen und Büros umgebaut wird. 


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Zwischen dem Restaurantgebäude und dem rechts zu sehenden Gewerbeblock des Fitnesscenters verläuft der von der alten Eisenbahnbrücke kommende Fußgänger und Fernradweg nach rechts ums Eck in Richtung Schöneberg.

| Zwischen dem Restaurantgebäude und dem rechts zu sehenden Gewerbeblock des Fitnesscenters verläuft der von der alten Eisenbahnbrücke kommende Fußgänger und Fernradweg nach rechts ums Eck in Richtung Schöneberg.

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Noch einmal der Blick zum Rad- und Fußgängerüberweg, der sich hinter dem Biomarkt zum "Park am Gleisdreieck" hin absenkt.

| Noch einmal der Blick zum Rad- und Fußgängerüberweg, der sich hinter dem Biomarkt zum "Park am Gleisdreieck" hin absenkt. 


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 Blick nach rechts in Richtung Schöneberg. Im Hintergrund links ist noch die Doppelturmspitze der St. Bonifatiuskirche an der Yorckstraße zu sehen.

| Blick nach rechts in Richtung Schöneberg. Im Hintergrund links ist noch die Doppelturmspitze der St. Bonifatiuskirche an der Yorckstraße zu sehen. Rechts davon knapp in Höhe der Hausdächer der Turm der Passionskirche am Marheineckeplatz. 

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Der S-Bahnhof Yorckstraße, Blick in Richtung Kreuzberg. Vorn der S-Bahnsteig und die dahinterliegende viergleisige Fernbahnstrecke.

| Der S-Bahnhof Yorckstraße, Blick in Richtung Kreuzberg. Vorn der S-Bahnsteig und die dahinterliegende viergleisige Fernbahnstrecke. In der Ferne ist der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz zu erkennen.


Presse18

18 | Presse

Eine Kurzfassung des Berichtes über die Geschichte des Restaurantgebäudes des "Umsteigers" wurde in der der Septemberausgabe 2024 des Magazins "Stadtplan" des Projektentwicklers HamburgTeam veröffentlicht.

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Cover des Magazins StadtPlan des Projektentwicklers HamburgTeam.
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Der Umsteiger. Aktueller Bericht im Magazin StadtPlan des Projektentwicklers HamburgTeam

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In ebenfalls gekürzter Form fand der Bericht über die Geschichte des Restaurantgebäudes des "Umsteigers" Eingang in die Ausgabe 9 / 2025 der "Berliner Verkehrsblätter". Die Verkehrsblätter sind ein seit über 60 Jahren bestehendes Fachmagazin zu allen Fragen des Berliner Nah- und Fernverkehrs. 

Berliner Verkehrsblätter. Das Lokal "zum Umsteiger", Seite 1
Berliner Verkehrsblätter. Das Lokal "zum Umsteiger", Seite 2
Berliner Verkehrsblätter. Das Lokal "zum Umsteiger", Cover