Das ehemalige Restaurant und Kino "Tivoli". Zweiter Teil

Das Tempelhofer "Tivoli"

Teil 2. Vom Großkino zum Selfmade Store

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Blick auf die Gebäuderückseite im Jahr 2020.

Das Tempelhofer "Tivoli"


Zweiter Teil. Vom Großkino zum Selfmade Store

Zweiter Teil

Kapitel 7-10



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Teil 2. Inhalt und Kapitelübersicht

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Kinoprospekt7

 7 | Ein Kinoprospekt des Tivoli von 1924


Ein altes Kinoprogramm der Tempelhofer Kinos "Tivoli" und "Kurfürst - Lichtspiele" aus dem Jahre 1924. Gezeigt wird in den "Kurfürst - Lichtspielen" an der Dorfstraße 22 (heute Alt - Tempelhof) der 1924 erschienene 2-teilige Spielfilm "Helena", dessen 2. Teil auch inhaltlich beschrieben wird. Gleichfalls 1924 erschien der Film "Lord Reginalds Derbyritt", der im Tivoli für den August angekündigt wurde.

 

Neben den damals gespielten Filmen ist aber auch das "Drumherum" des Prospektes, wie etwa die Werbung längst vergangener Geschäfte, interessant. So z. B. des "Kaufhauses Tempelhof" des jüd. Kaufmannes Edmund Elend, welches dieser zunächst als Ladengeschäft eröffnet hatte. 1913 errichtete Elend dann an der heutigen Ecke Tempelhofer Damm / Kaiserin - Augusta - Straße ein neues großes Warenhaus, das in den 1930er Jahren unter dem Namen "Sera" zwangsarisiert wurde. Nach dem Krieg von Carl Walden weitergeführt, wird das Kaufhaus 1967 durch Karstadt übernommen.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 1.
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 2.

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 3.
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 4.
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 5.
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 6.

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 7.
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinoprogramm Seite 8.

Das noch heute erhaltene  Wohn- und Geschäftshaus "Zum Kurfürst" an der heutigen Straßenecke Tempelhofer Damm / Alt - Tempelhof gab sowohl dem Restaurant und Café "Zum Kurfürst" als auch den "Kurfürst - Lichtspielen" seinen Namen. Es wurde 1911 - 1912 durch Carl und Emil Schneider an Stelle des für die Tempelhofer Dorfgeschichte bedeutsamen Gasthofes der Familie Kreideweiß errichtet. 

 

Der im Tivoli gezeigte Film "Im letzten Augenblick" von 1923 gehörte zu einer Reihe von ca. 40 national wie international höchst erfolgreichen "Stuart Weebs" - Kriminalfilmen, in denen der namensgebende Gentleman- Detektiv Stuart Weebs meist durch den Schauspieler Ernst Reicher verkörpert wurde. Reicher schrieb auch einige der Drehbücher der "Stuart Weebs" - Filme und führte zudem Regie.

 

Gedruckt wurde das Kinoprospekt im Übrigen von der Mariendorfer Druckerei Franz Bärenwald, Chausseestraße (Mariendorfer Damm) 306.

 

 



1937 beantragte der Eigentümer des Gebäudeensembles Alexander Hoffmann die Aufstockung des an der Grundstücksgrenze in der Friedrich-Karl-Straße gelegenen Ladens um ein Wohngeschoß. 

 

Damit erhielt nun auch der ehem. Eingangsbereich des Kegelbahnanbaus seine heutige Geschoßhöhe. Die Wohnung existierte noch bis zum denkmalgerechten Umbau des Komplexes im Jahre 2004 und ist heute Teil des dem Selfmade- Store benachbarten Kindergartens.

 

Der Auflage indes, auf Grund der inzwischen bestehenden Vorschriften einen Luftschutzkeller im dem im März 1938 durch das "Baugeschäft Wilhelm Schmidt" fertiggestellten Gebäude nachträglich einzubauen, konnte Alexander Hoffmann nicht mehr nachkommen. Hoffmann, geb. am 22.6.1861 in Berlin, verstarb nach längerer Krankheit am 31. Oktober 1938.

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Planzeichnung der Aufstockung des rechten Saalanbaus.

29| Genehmigte Bauzeichnung vom 15.6.1937. Querschnitts- und Grundrisszeichnung des rechten, um ein Wohngeschoss aufgestockten ehemaligen Saalanbaus. 

 


Nachkrieg8

 8 | Die Zeit nach dem Krieg bis zur Schließung des Kinos


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Fassadenfront des Kinos.

30| Der linke, nun zum Eingangsbereich des Kinos umgestaltete Anbau des ehem. Saalbaus. Angesichts der hier beworbenen Filme muss die Aufnahme bei Wiedereröffnung des Kinos 1949 endstanden sein. 

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt das Kino zunächst geschlossen. Eine Wiedereröffnung erfolgt erst nach dem Ende der Luftbrücke 1949. 1950 wird das Kino an Antonie Juhnke übergeben, deren Geschäfte Anne Gabrunas führte. Neben Filmen werden auf der weiter vorhandenen Bühne auch Theater- und Varieté - Vorführungen den Zuschauern präsentiert.

 

Ab 1957 konnten im Kino sogar CinemaScope – Breitbildfilme gezeigt werden. Doch auch diese technische Neuerung brachte keine grundsätzliche Trendwende, viele Kinos hatten bereits auf Grund der zunehmenden Popularität des Fernsehens sowie des durch den Mauerbau ab 1961 schlagartig ausbleibenden "Ost-Publikums" erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten - das Kinosterben begann.

 

1968 kam, wie für so viele Kinos, auch das Ende des Tivolis. Wie so oft wurden die Räumlichkeiten durch eine Lebensmittel - Filialkette übernommen, in diesem Fall durch die Fa. Weisner, die u. a. bereits seit 1962 eine Discount-Filiale in den ehemaligen Bismarck - Lichtspielen in Lichtenrade unterhielten. 

 

Ein Ende also, das auch das Aus für den alten, im Grunde bereits nachhaltig veränderten Saalbau hätte bedeuten könnte. Doch es sollte anders kommen...

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Kinokarte des Tivoli von 1942.

Sanierung9

 9 | Abbruch für eine denkmalgerechte Sanierung


Über die Jahrzehnte diente der zusehends vernachlässigte alte Saalbau nun als Supermarktstandort - mit Imbiss etc. in den Flügelbauten. Die ursprünglich gelbe Farbgebung verblasste zu einem undefinierbaren Grau und nur noch bei genauem Hinschauen fielen die hohen Rundbogenfenster und die Zierelemente im oberen Bereich auf. Im Grunde schien es nur eine Frage der Zeit, bis hier Bagger Platz für einen Neubau schaffen würden.

 

Eines Tages stand das Gebäude leer, der Supermarkt und die übrigen Geschäfte waren ausgezogen und meine Befürchtungen schienen nun angesichts der beginnenden Abbrucharbeiten wahr zu werden. Ich zog meine Kamera - sozusagen in einer letzten Geste des Abschiednehmens.

 

Doch statt dessen wird 2002 – 2003 das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Gebäude in einem dem Ursprungszustand angenäherten Weise umgebaut. Das Mittelteil zwischen den beiden Vorbauten wird abgebrochen, die abgehangene Decke entfernt. Zudem erhält das Ensemble nun seinen leuchtend gelben Farbanstrich wieder und die zugemauerten Fenster im oberen Teil des ehem. Saalgebäudes werden erneuert. In dem einstigen Kinosaal, welcher auf halber Höhe eine Galerie erhielt, zog nun ein Sportstudio ein. 

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Restaurierung des Gebäudes.

31| Der nachträglich eingefügte Mittelteil zwischen den beiden alten Anbauten wird abgebrochen. Im Saalbau selbst werden Decken und Wände für eine Restaurierung freigelegt und die durch den Supermarkt eingebaute Zwischendecke entfernt. Ebenfalls freigelegt wurden die zugemauerten Rundbogenfenster des Saalgebäudes. 

 


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Restaurierungsarbeiten und Abbruch von Nebenbauten.

32| Abbrucharbeiten für die Restaurierung. Der ehem. Kinoeingang ist hier noch nahezu unverändert erhalten.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store, Linker Seitenflügel.

33| Der linke Seitenflügel nach der Restaurierung. Treppen und Eingangstüren aus der Zeit des Kinobetriebs sind verschwunden und länglichen Fenstern gewichen. Dahinter befindet sich heute das kleine Café des Selfmade - Stores.

 


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Blick in das ehem. Sportstudio.

34| Blick in das ehem. Sportstudio, das unmittelbar nach der Sanierung einzog. Quelle: ADO Immobilien Management GmbH.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Blick von der Galerie des ehem. Sportstudios.

35| Blick von der Galerie des ehem. Sportstudios. Quelle: ADO Immobilien Management GmbH.

 


Ladenbetriebe10

 10 | Ladenbetriebe im ehemaligen Tivoli


Waren in der Anfangszeit die Anzahl der Ladengeschäfte auf Grund der großflächigen Nutzung des Gebäudeensembles durch eine Gaststätte bzw. durch den anschließenden Kinobetrieb noch eher überschaubar, so änderte sich dies mit der Überbauung des ehem. Vorgartens an der Friedrich-Wilhelm-Straße und der Bereitstellung weiterer Flächen für den Einzelhandel.

 

Die nachfolgende Darstellung der Geschäftsbetriebe kann und will keine vollständige Auflistung aller im Gebäude jemals vertretener Firmen sein, zumal die historischen Unterlagen oft lückenhaft sind, sondern soll sich auf einige der bemerkenswertesten Betriebe beschränken. 

 



Zwei Lebensmittel - Discounter: Die Fa. Weisner und die Otto Reichelt KG


Nach dem Ende des Kinobetriebs 1968 zog in den Saalbau der nur in den südlichen West-Berliner Bezirken Tempelhof und Zehlendorf vertretene Lebensmittel - Discounter "Weisner" ein, der u. a. Filialen in den ehem. Bismarck-Lichtspielen in Lichtenrade sowie am Tempelhofer Damm 218 unterhielt. Die Filiale Tempelhofer Damm 218 wurde zu Gunsten der neuen Filiale im Saalbau aufgegeben, der Saalbau u. a. durch den Einzug einer Zwischendecke umfassend umgebaut. Anfang der 1980er gab Weisner den Geschäftsbetrieb auf.

 

In den Bauunterlagen finden sich für 1982 Unterlagen der Otto Reichelt KG, die den Saalbau einschließlich der Fassade erneut umbauen ließen. Das ab 1995 zunehmend unter der Beteiligung von EDEKA stehende Unternehmen blieb bis zur denkmalgerechten Sanierung Mieter im Saalbau.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Fassadenriss der Lebensmittelkette Otto Reichelt.

36| Fassadenriss des für die Otto Reichelt KG umzubauenden Saalgebäudes. Der ehem. Kino- und jetzige Supermarkteingang erhielt nun Beschriftung und Firmensignet der Otto Reichelt KG.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Planzeichnung der Stellflächenplanung der Otto Reichelt KG.

37| Grundriss mit Stellflächenplanung der Fa. Reichelt KG.

 



Das Blumenfachgeschäft "Die Grüne Ecke"


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Fassade des Blumenladens "Die Grüne Ecke".

38| Noch immer ist anhand der gerundeten Ecken und der alten Ladentür ein Stück der wechselhaften Geschichte dieses Ladenteils an der Friedrich-Karl-Straße ablesbar, welcher heute zum Floristikgeschäft "Die Grüne Ecke" gehört. Auf Bild 27 ist erkennbar, dass hier zunächst das Sanitätshaus M. Pech eine Filiale unterhielt. Dieser folgte hier ein Blumenladen, dann wieder das Sanitätshaus. Aus der Zeit des Sanitätshause M. Pech wurden vom aktuellen Floristikbetrieb die grüne Farbgebung und die oberen runden Leuchtkästen übernommen.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße.  Firmenlogo des Blumenladens "Die Grüne Ecke".
Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Blick in den Blumenladen "Die Grüne Ecke".

40| "Die Grüne Ecke" präsentiert sich voller überraschender Anregungen - für den oder die Liebste(n), für Geburtstage - oder für das eigene gemütliche Zuhause.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Dekoration des Blumenladens "Die Grüne Ecke.

39| Selbstgefertigte geschmackvolle Gestecke werden ebenso im Laden präsentiert, wie aufwendige Blumengebinde.

 

Bereits in den 1970er Jahren war ein Blumengeschäft (Blumen-Wolf) im Eckgebäude an der Friedrich-Karl-Straße kurz vor dem ehemaligen Kinoeingang lt. Bauunterlagen vorhanden. Das hier zuvor seit den 1930er Jahren ansässige Sanitätshaus M. Pech hatte den benachbarten Eckladen am Tempelhofer Damm übernommen, sodass die Räume freigeworden waren. Doch offenbar bestand dieser Blumenladen nur wenige Jahre, so das das Sanitätshaus M. Pech die Fläche zu seinem bereits recht großen Eckgeschäft hinzunehmen konnte. 1999 ging das bekannte Sanitätshaus in Konkurs.

 

Die nun frei werdenden Gewerberäume wurden von Diana Sonntag angemietet, die damals mit dem Berliner Radrennfahrer und Steher - Weltmeister Carsten Podlesch verheiratet war. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen fand die Eröffnung des Floristik- Fachgeschäftes Die Grüne Ecke im Jahre 2000 statt.

 

2008 übernahm die Schwester der Inhaberin, Frau Corina Krause, den Blumenladen, den Sie seither mit ihrem Team erfolgreich weiterführt. Frau Sonntag zog es hingegen wieder zurück nach Forst (Lausitz) in die heimatliche Baumschule ihrer Eltern. Sie betreibt heute im Stadtzentrum von Forst den Pavillon Genuss & Kunst.

 


Selfmade11

 11 | Selfmade Näh- und Creative- Store


Mit dem Auszug des nur Mitgliedern vorbehaltenen Sportstudios und dem Umzug von „Stoff & Stil“ von der Landsberger Allee in das ehem. Tivoli ist der geschichtsträchtige einstige Saalanbau jedoch heute wieder für jedermann erlebbar. Die Stoff & Stil Filiale trägt seit dem Umzug und der Wiedereröffnung in Tempelhof am 30. Januar 2020 nun den Namen „Selfmade -  Creative Store". Sie ist damit der erste Store des Dänischen Unternehmens, welcher auch in der Namensgebung einer internationalisierten Konzeption folgt.

 

Hinter „Selfmade“ stehen die Kinder Rikke, Michael und Alexander des Gründerehepaars Peter und Marianne Lerche. Das Ehepaar hatte sich zu Beginn der 1980er Jahre  in Herning / Dänemark zunächst auf den Aufkauf von Stoffresten der örtlichen Textilindustrie spezialisiert, die sie im eigenen Geschäft „Peters Resthal“ weiterverkauften.

 

Im Zuge der Expansion in Skandinavien und bald auch nach Hamburg wurden auch eigene Stoffe nach selbst entworfenen Design hergestellt und in den Filialen von „Stoff & Stil“, wie sich das Familienunternehmen nun nannte, vertrieben. Mittlerweile besitzt das dänische Unternehmen 30 Filialen in Europa, davon 8 in Deutschland. 

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Foyer.

41| Der ehem. Wandelgang mit seinen heute offenen Arkaden dient als Foyer. Einst befanden sich hier die Türen zum Kinosaal.

 



Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Blick in den Zentralbereich des Stores.

42| Blick in den Zentralbereich des Stores. Die für den Supermarkt eingezogene Zwischendecke wurde bis auf die seitlichen Galerieflächen entfernt. Dadurch ist die Höhe des Raumes wieder fast vollständig erlebbar.

 

Stoffe, Zubehör und im Obergeschoss auch ein paar Nähmaschinen– ich fühlte mich im Selfmade Creative - Store doch sehr an jene längst vergangenen Tage erinnert, in denen ich meine ersten kaufmännischen Erfahrungen als Werksverkäufer eines bekannten deutschen Nähmaschinenherstellers sammeln durfte.

 

Meine Partnerin begleitete ich daher gern und die Überraschung war groß, dass der Shop ausgerechnet in jenem Gebäude untergebracht war, dessen beginnende Restaurierung ich einst vor Jahren, noch in Sorge um einen Abbruch, fotografiert hatte. Und um Fotos ging es mir auch jetzt. Gern führte mich auf meine Bitte hin die Geschäftsführerin durch ihren Shop, der mich auf Grund der ungewöhnlichen Architektur und der Großzügigkeit der gesamten Dimensionierung beeindruckte.

 

Im Store schien es auf 1400 qm wirklich alles zu geben, was man zum Nähen benötigt – Nähmaschinen inklusive. Aber auch Möbelbezugsstoffe, Wolle, Schnittmuster und DIY - Kurse sind im Angebot. Und wer bei soviel Auswahl eine Pause braucht - im Selfmade gibt es auch ein kleines Café.

 

Meine Partnerin hat nun endlich für sich und ihr Hobby einen neuen Traumort gefunden. Klar das der "Selfmade-Store" nun ganz oben auf der Liste unserer auch künftigen Ziele in Tempelhof steht. 

 


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Wolle und Nähzubehör.

43| Egal ob Näh- oder Stricknadeln, Schrägband oder Wolle - es gibt nichts, was es für den kreativen Hobbyschneider nicht gibt. Und das alles in einem großzügigen und geschmackvoll dekorierten Ambiente.

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Blick in den Store.

44| Blick von der Galerie auf die Zentralfläche des Stores. Rechts unten der zum Foyer umgestaltete ehem. Wandelgang des Kinos mit den geöffneten Arkaden. Im Hintergrund unter der Galerie der ehem. Bühnenbereich mit dem Wollsortiment. 

 


Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Café.

45| Das kleine Café des Selfmade - Stores im ehem. Eingangsbereich des Kinos. Die schmalen Fenster reichen bis zum Boden - einst die Höhe, zu der vier Stufen von der Straße aus hinauf in den Vorraum des Kinos führten.

 

Das Tempelhofer Tivoli an der Friedrich - Karl - Straße. Selfmade - Creative Store. Eingangsbereich.

46| Es ist angesichts der riesigen Auswahl für jeden Hobbynäher wirklich schwer, durch diese Türen wieder den Weg nach draußen zu finden - aber wir werden wiederkommen, ganz gewiss.

 


Zweiter Teil

Kapitel 7 - 10




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