Das Stellwerk "LIO" und der Bahnhof Lichterfelde - Ost


Inhalt und Kapitelübersicht



Vorgeschichte.

Kreativität und Denkmalschutz



Bild und Text: Lutz Röhrig 

Es ist mehr als ein Ärgernis, wenn historische ehemalige Eisenbahnbauten im Zuge von Streckenmodernisierungen als „entbehrlich“ betrachtet und im Anschluss abgebrochen werden. Der Denkmalschutz tritt dabei oft zurück, zu zwingend scheinen die Argumente gegen ihn. 

 

Und so verschwinden sie denn, all die vielen Kleinigkeiten entlang der Strecke, die das Reisen mit der Bahn einst so interessant machten: Stellwerke jeder Art und Größe, Wohnbauten für Lokpersonale und Stationsvorsteher, Lokschuppen... Die Liste der zum Aussterben verurteilten Gebäudetypologien wäre lang. Heute rasen wir auf weitgehend sterilen Beton-Schotterpisten an gigantischen Lärmschutzwänden vorbei, nur hier und da fällt der Blick auf letzte bauliche Zeugnisse der Eisenbahngeschichte. 

 

Dass es mit etwas Kreativität und dem Willen aller auch anders geht, dass bewies, zumindest bis Ende 2017, das Stellwerk „Lio“ am Bahnhof Lichterfelde Ost. So war es mehr als naheliegend, dass ich mit Franzi nun endlich auch einmal in dieses inzwischen zu einem Restaurant umgebaute Paradebeispiel einer mustergültigen bahntechnischen Nachnutzung einkehrte. Schließlich verbindet sich hier beides: Mein Interesse an denkmalwerter Bausubstanz und unseren kulinarischen Ambitionen.

 

Dabei ist der Ort mit seinen vorbeirasenden Regional- und ICE – Zügen sehr speziell. Doch es lohnt sich. Der „Location“, aber vor allem auch des Essens wegen. Selten habe ich so leckeren Fisch gegessen. Und auch Franzi war von ihrem Carpaccio begeistert… Die Nachricht von der Schließung des Restaurants hat uns daher sehr getroffen.

 

Doch was macht diesen Ort so besonders? Das Stellwerk allein? Nicht ganz. Es sind vor allem all die vielen Geschichten, die diesen Bahnhof und sein Umfeld zum Mittelpunkt haben. Schließlich fuhr von Lichterfelde Ost einst die erste elektrische Straßenbahn der Welt zur Kadettenanstalt. Und auch für den heutigen S- Bahnbetrieb war der Bahnhof bedeutsam: den gesonderten Nahverkehrsgleisen sei Dank erfolgten von hier die Versuche zur Elektrifizierung des Vorortverkehrs. Doch werfen wir zunächst einen Blick ins Stellwerk, wie es sich bis Ende 2017 präsentierte....

| Das Stellwerk "Lio", welches auf seiner rechten Seite über eine hohe Glasfront Anschluss an die 2002 errichteten "Kranold - Arkaden" erhalten hat.  Im Sockelgeschoss des Stellwerks befindet sich, wie bereits auch bauzeitlich, ein Ladengeschäft. Das benachbarte ehem. Toilettengebäude, das heute die Eingänge zum 2006 eröffneten Restaurant sowie ein weiteres Geschäft enthält, erhielt einen Dachaufbau mit straßenseitig verglasten Gasträumen. Darüber befindet sich eine Terrasse mit weiteren Sitzplätzen.

| Der Eingang zum Stellwerk "Lio" befindet sich im ehem. Toilettengebäude der Bahnhofsanlage.



Das Restaurant "Stellwerk"

(seit 2018 geschlossen)



| Auf dem Flachdach des nun als Zugangsgebäude dienenden ehem. Toilettenhauses wurden zur Straßenseite vollständig verglaste Gasträume errichtet, die einen guten Ausblick auf den Kranoldplatz ermöglichen. Dieser wird an zwei Tagen der Woche - mittwochs und samstags - durch einen Wochenmarkt zusätzlich belebt. Rund um den Platz haben sich teilweise bereits seit Jahrzehnten bestehende Einzelhandelsgeschäften angesiedelt. Zudem entstand auf der Fläche des ehem. Güterbahnhofs das Einkaufszentrum "Lio".

| Die auf dem ehem. Toilettengebäude errichteten Gasträume erhielten im Dachbereich eine Terrasse mit weiteren Sitzplätzen. Von dieser geht der Blick auf das Stellwerksgebäude und einem kleinen Anbau, hinter dessen Durchgang sich eine weitere kleine Terrasse befindet. Im Stockwerk darüber befindet sich im Stellwerksgebäude die vorwiegend abends geöffnete Cocktailbar des Restaurants sowie eine auf dem Anbau errichtete dritte Terrasse.

Nachdem 2002 die sog. "Kranold-Arkaden", welche mit ihrer kleinteilig wirkenden Bebauung die Trasse der Anhalter Bahn zum Kranoldplatz abgrenzen, fertiggestellt wurden, begannen auch die Arbeiten am ehem. Stellwerksgebäude. Der Übergang zu den Kranold - Arkaden wird, optisch geschickt gelöst, durch die hohe Glasfront eines in diesem Zusammenhang neu entstandenen Nachbargebäudes hergestellt, in dem sich u. a. das heutzutage vorgeschriebene zweite Treppenhaus zum Stellwerksgebäude sowie ein Aufzug befinden, um auch mobilitätseingeschränkten Personen ein Besuch des Restaurants zu ermöglichen.

 

Einen weiteren Zugang zum Restaurant gibt es auf der anderen Seite des Stellwerks im ehem. Toilettengebäude, das komplett umgebaut wurde. Neben dem Einbau einer großzügigen Treppe wurden auf dem ehem. Flachdach umfangreiche, sich der geschwungenen Kontur des Gebäudes anpassende Gasträume errichtet, die zum Kranoldplatz hin vollständig verglast wurden und seitlich in das alte Stellwerk übergehen.

 

Die neu geschaffenen Gasträume erhielten zudem eine Dachterrasse, welche über das erhalten gebliebene Treppenhaus des ehem. Stellwerksgebäudes zu erreichen ist. Das 2., gleichfalls über die alte Treppenanlage erreichbare Obergeschoss des Stellwerksgebäudes enthielten damals u. a. eine des Abends geöffnete Cocktailbar. Auch ist von hieraus eine weitere, kleinere Terrasse zu erreichen, die sich auf einem schmalen Anbau an der Gleisseite befindet. 

 

Das Restaurant "Stellwerk" stellt eine gelungene Synthese aus vorhandener Bestandsarchitektur und neuzeitlichen Anbauten dar. Der eigenständige Charakter des 2009 wiedereröffneten Stellwerksgebäudes blieb dabei zumindest äußerlich erhalten. Man wünscht sich an dieser Stelle dringendst, dass das Projekt auch bei weiteren, für den eigentlichen Bahnbetrieb nicht mehr benötigten Bauwerken Nachahmung findet.   

 

Und das Essen? Nun, auch diesem haben Franzi und ich unsere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Franzi war mit ihrem Carpaccio und den Süßkartoffel - Pommes Frites mehr als zufrieden - und auch ich habe selten so leckeren Fisch gegessen. Leider hat der seit 2016 amtierende neue Pächter Ende 2017 die Gaststätte aufgegeben. Das Restaurant steht seitdem leer.  

 

Schade, denn im "Stellwerk" verbanden sich gutes Essen mit einer attraktiven "Location", die noch eine echte Geschichte über das Eisenbahnwesen des ehemaligen "Groß - Lichterfelde" zu erzählen hatte. Daher sei im folgenden Kapitel ein Blick auf die Baugeschichte der Stellwerksanlage wie auch der Historie des Bahnhofs Lichterfelde Ost gestattet...



| Die kleine Terrasse im Zwickel zwischen dem Anbau und dem Aufgang zur Terrasse der Cocktailbar.

| Bahnliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten: Ein an der kleinen Terrasse vorbeifahrender Zug der RE 5.


| Blick von der Hauptterrasse auf die Anhalter Bahn und der von dieser durch eine Schallschutzwand getrennten S- Bahn in Richtung Lichterfelde Süd.

| Der gleiche Blick wie nebenstehend aus dem unterhalb der Terrasse liegenden Restaurantaufbaus des ehem. Toilettengebäudes.


| Der auf dem alten Toilettengebäude errichtete Gastraum. Links der Zugang zum Erdgeschoss der ehemaligen Toilettenanlage und zum Ausgang.

| Der zweite Zugang zum Restaurant "Stellwerk" erfolgte über den gläsernen Verbindungsbau zwischen den "Kranold-Arkaden" und dem Stellwerksgebäude.



Wilhelm Carstenn und seine

Villenkolonie Lichterfelde Ost



| Karte des damaligen "Groß - Lichterfeldes". Der Bahnhof "Lichterfelde Ost" befindet sich etwa in Kartenmitte. Eingezeichnet ist zudem die bereits zum Bahnhof "Lichterfelde West" verlängerte  Straßenbahnlinie.

Kaufmann Johann Anton Wilhelm Carstenn war ein Mann mit untrüglichem Geschäftssinn. Um den Absatz seiner Grundstücke in der von ihm begründeten Villenkolonie „Lichterfelde Ost“ zu befördern, veranlasste er die "Berlin – Anhaltische – Eisenbahn - Gesellschaft", deren Strecke nach Halle durch seine Liegenschaften verlief, hier einen Haltepunkt mit dem Namen „Lichterfelde“ anzulegen.

 

Gern trug Carstenn hierfür die Kosten, ging jedoch zumindest im Fall des ebenfalls von ihm finanzierten Bahnhofsgebäudes auf Nummer sicher: so hätte das eher schlichte Bauwerk jederzeit mit Blick auf die umliegenden Gehöfte in eine  Scheune umgewandelt werden können.

 

Anscheinend ging sein Plan  jedoch auf, der Betrieb nahm zu: 1876 musste angesichts des steigenden Fahrgastaufkommens ein eigener Vorortverkehr zwischen Berlin und dem Bahnhof „Lichterfelde“ eingeführt werden.



Carstenn und die erste elektrische

Straßenbahn der Welt



Um seinen Liegenschaften, zu denen auch die benachbarte Kolonie Lichterfelde – West gehörte, einen weiteren Wachstumsschub zu geben, sorgte Carstenn durch kostenlose Überlassung des Baugrundstücks dafür, dass die vom preußischen Staat geplante Ausbildungsanstalt für junge Offiziere in Lichterfelde - West angesiedelt wurde.

 

Da die neue „Hauptkadettenanstalt“ jedoch in einiger Entfernung zum Bahnhof "Lichterfelde" lag, bot er Werner von Siemens an, seine geplante Elektrobahn auf einem Baugleis, welches von der neu errichteten Kadettenanstalt zum Bahnhof verlief, zu errichten. Die Kosten hierfür trug auch in diesem Fall Carstenn. 1881 eröffnete daher Werner von Siemens' erste elektrische Straßenbahn der Welt den Betrieb zwischen dem Vorplatz des Bahnhofs „Lichterfelde“ und der Kadettenanstalt, auf deren Gelände heute das „Bundesarchiv, Zweigstelle Berlin“ untergebracht ist.

 

1884 erfolgte die Umbenennung des Bahnhofs „Lichterfelde“ in „Groß-Lichterfelde“ (durch die Eingemeindung von Giesendorf usw.). Zwei Jahre später, mit dem Bau der Bahnstrecke Berlin – Magdeburg (Wannseebahn, S1) und der gleichfalls auf Carstenn zurückgehenden Errichtung des heutigen Bahnhofs „Lichterfelde-West“ wurde eine erneute Umbenennung notwendig. So unterschied man nun zwischen dem Bahnhof „Groß-Lichterfelde B. H. (Berlin-Halle)“ und „Groß-Lichterfelde B. M. (Berlin - Magdeburg)“. Da diese Unterscheidung offenbar nicht ausreichte wurden die Stationen 1899 in „Groß- Lichterfelde Ost“ bzw. „Groß-Lichterfelde West“ umbenannt.

| Postkarte Sammlung Röhrig. Die erste elektrische Straßenbahn der Welt verkehrte auf einem ehem. Baugleis, das für die Materialtransporte zwischen dem Bahnhof Lichterfelde Ost und der neu entstandenen Kadettenanstalt errichtet worden war. Die Fahrzeuge wurden über "Unterleitung" (eine Schiene leitete die Energie zu, die andere diente als Rückleiter)  mit Strom versorgt. Erst mit der Verlängerung dieser Linie vom bisherigen Endpunkt, der Kadettenanstalt, zum Bahnhof Lichterfelde West erhielt die Bahn eine Oberleitung. Das Bild oben zeigt bereits den Betrieb mit Oberleitung vor dem um 1900 errichteten zweiten Bahnhofsgebäude des Bahnhof Lichterfelde (Anhalter Bahn), heute Lichterfelde Ost. Das Bahnhofsgebäude befand sich damals nicht am Kranoldplatz, sondern auf der anderen Seite am Jungfernstieg. 

| Die Streckenführung der ersten Straßenbahn der Welt zwischen dem Bahnhof "Lichterfelde (heute Lichterfelde Ost, auf dem Plan rechts oben) und der ehem. Kadettenanstalt (heute Bundesarchiv, auf dem Plan links).


Die Erweiterung der

Bahnanlagen



Das um 1901 errichtete zweite Bahnhofsgebäude (das erste war ja jenes von Carstenn notfalls als Stall zu verwendende). Das Gebäude stand nicht am heutigen Arnoldplatz, sondern auf der anderen Seite der Bahngleise, am Jungfernstieg. Dementsprechend begann auch die erste Straßenbahn der Welt ihre Fahrt vom Bahnhofsvorplatz am Jungfernstieg aus...

Dem rasant anwachsenden Bahnverkehr konnten die zweigleisige Strecke der Anhalter Bahn im Laufe der Zeit kaum mehr gerecht werden. Sie wurde daher 1901 um ein weiteres Gleispaar für den Vorortverkehr erweitert. Gleichzeitig erhielt der Bahnhof „Groß - Lichterfelde Ost“ in diesem Zusammenhang ein neues Empfangsgebäude und einen weiteren, dem Vorortverkehr dienenden Bahnsteig.

 

Diese völlige Trennung zwischen dem Fern- und dem Vorortverkehr ließ die Anhalter Bahn auch für Versuchsfahrten interessant erscheinen. So begann ab 1903 auf den Vorortgleisen der Anhalter Bahn der elektrische Versuchs- und Probetrieb zwischen „Groß- Lichterfelde Ost“ und dem Potsdamer Ringbahnhof, der bis zur generellen Einführung des elektrischen S- Bahnbetriebs andauern sollte.

 

Doch der starke Bahnbetrieb auf der Anhalter Bahn hat auch seine Schattenseiten. Noch immer verlaufen die Gleise im Planum und behindern somit in ganz erheblichen Maße den bereits starken Straßenverkehr. Ein Umbau dieser Anlagen, von dem auch der Bahnhof „Groß – Lichterfelde Ost“ betroffen sein sollte, ist dringend geboten.



Die Höherlegung der

Bahntrasse



Die Arbeiten zu einer Höherlegung der Bahntrasse beginnen 1913 mit dem Abriss des Bahnhofs "Lichterfelde Ost" und der Verlegung der Gleise auf einem zuvor aufgeschütteten Damm. In diesem Zusammenhang entstehen durch die königl. Eisenbahn – Bauabteilung bis 1915 auch durch die Brücken über die Königsberger Straße und durch den Regierungsbaumeister Richard Tietzen (u. a. Erweiterungsbau des Rathaus Lichterfelde) das der Brücke benachbarte Toilettengebäude. Zwischen 1915 – 1916, also inmitten des Ersten Weltkriegs, wird ein neues Bahnhofsgebäude, das im Grunde aus einem langem Zugangstunnel zu den nun auf einem Damm liegenden drei Bahnsteigen besteht, errichtet. Auch ein kleiner Güterbahnhof mit fünf Gleisen wird angelegt.

 

Um die Vielzahl an Weichen und Signalen sicher steuern zu können, entstehen zwei Stellwerke. Für den Vorortverkehr das Stellwerk Lmt“ und für den Fern- und Güterverkehr das Stellwerk „Lio“. Verantwortlich für den Bau der Stellwerke sowie für die gesamten Bahnanlagen sind der Baumeister Karl Cornelius sowie sein Mitarbeiter Alfred Lücking.

 

Nach dem der Versuchsweise auf den Vorortgleisen der Anhalter Bahn betriebene elektrische Bahnverkehr im Laufe der Zeit seine Bewährungsprobe bestanden hatte, wurde der elektrische  Vorortbetrieb 1929 auch in Lichterfelde Ost auf das gängige System des bald als „S- Bahn“ bezeichneten neuen Verkehrsmittels umgestellt.

Karte der Deutschen Reichsbahn (DDR) der Bahnhofsanlagen in Berlin (West) von 1955, die in etwa den Ausbaustand von 1915 noch erahnen lässt. Der Standort des Stellwerkes Lio wurde blau markiert. Der "Nahbahnsteig" (Regionalbahn) kann 1955 jedoch nur noch eingleisig angefahren werden. Vom Vorortbahnsteig (S- Bahn) besteht hingegen eine Gleisverbindung zum Regionalbahnsteig, der damit für die S- Bahn nutzbar ist. Längst sind die Fernbahngleise zum Anhalter Bahnhof stillgelegt. Darunter befinden sich zwei ehem. Umfahrungsgleise der Hauptstrecke. Ganz unten sind die Gleise des ehem. Güterbahnhofs eingezeichnet. Hier befindet sich heute das Einkaufszentrum "Lio".



Der Bahnhof nach dem

Zweiten Weltkrieg



Das Stellwerk "Lio" vor dem Umbau. Bereits bauzeitlich gab es im Erdgeschoss Läden. Deutlich zu sehen auch der starke Bewuchs des Bahndamms. Dieser Bereich wurde bis 2002 durch die "Kranold-Arkaden" bebaut. 

Nach dem Krieg und der sich abzeichnenden Teilung gingen 1952 die Fernbahnsteige in Lichterfelde Ost außer Betrieb. Allein der S- Bahnverkehr blieb erhalten. Nach der Übergabe der S- Bahn von der DDR – Reichsbahn an die West – Berliner BVG wurde 1984 jedoch auch der S- Bahnbetrieb in Lichterfelde Ost eingestellt. Erst nach der Wiedervereinigung wurde der S- Bahnverkehr 1995 wieder eröffnet. Die Fernbahn erreichte am 28. Mai 2006 mit der Eröffnung des Nord – Süd - Fernbahntunnels den Bahnhof Lichterfelde Ost.

 

Bereits 2002 wurde der alte Güterbahnhof geschlossen. An seiner Stelle entstand das Einkaufszentrum "LIO". Zudem wurden entlang des Bahndamms die "Kranold - Arkaden" errichtet, als dessen Teil bis 2006 das unter Denkmalschutz stehende Stellwerk „Lio“ zusammen mit der benachbarten ehem. Toilettenanlage zu einem Restaurant umgebaut worden ist.


| Der ehem. Eingang zum Güterbahnhof (Bildmitte) am Kranoldplatz. Heute erhebt sich hier das Einkaufscenter LIO.

| Fast die selbe Perspektive wie auf dem Bild links. Nun erhebt sie hier jedoch statt der Einfahrt zum Güterbahnhof und der Ladenzeile das Shopping - Center "Lio".


| Einfahrt zum ehem. Güterbahnhof an der Amalienstraße. 

| Nach dem der dem Bahnhof nächstgelegene Teil des Güterbahnhofs für das Einkaufscenter beräumt wurde, ist heute nur noch der hintere Teil an der Amalien- und Charlottenstraße erhalten. Die Gleise indes auf der Rückseite der alten, nur noch von LKWS angefahrenen Güterschuppens verrotten jedoch. 




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